Was

Werkstatt am Hauptplatz

Mitten am Hauptplatz, im historischen Ehrenletzbergerhaus, entsteht ein neuer Raum: Ein Projektraum, ein Arbeitsraum, ein temporärer Atelierraum für Kunstschaffende, ein Freiraum für kreatives Schaffen aller Art – eine Werkstatt eben.

Die Werkstatt am Hauptplatz besteht aus zwei Räume, die einzeln oder zusammen zur Verfügung stehen können: Ein großer, relative quadratischer Raum mit ca. 35m2, der weitgehend leer ist, aber sehr flexibel gestaltet werden kann, und ein kleinerer, etwas in der Länge gezogener Raum mit ca. 25m2, der mit einer einfachen Teeküche, mit Tischen sowie gemütlichen Sitzecken ausgestattet ist. Beim Bedarf können die Sitzbänke auch in Betten umgewandelt werden, um eine einfache Übernachtungsmöglichkeit zu bieten. Internetzugang durch WLan ist bereits installiert, und ein Bad mit Toilette und Dusche ist ebenfalls vorhanden.

Mögliche Nutzungen sind z.B.:
Proberaum für kleine Tanz-, Theater-, Performancegruppen u.ä.
Arbeit an Werken aus aller Sparten der bildenden Künsten
Diskussionsrunden, Besprechungen
Lesungen, Seminare, Präsentationen im eingeschränkten Kreis
Gemeinsamer Arbeitsraum für Kooperationsprojekte mit Unterbringungsmöglichkeit für von Auswärts Kommenden
Ruhiger Arbeitsraum für Gäste, die von kleinen Linzer Initiativen und freischaffenden Gruppen eingeladen werden

Anders als ein herkömmliches “Artist-in-Residence”-Atelier, wie etwa das Salzamt oder das OK – Offenes Kulturhaus, ist die Werkstatt am Hauptplatz für eine eher kurzfristige bzw. punktuelle Nutzung gedacht. Sie steht in erster Linie jungen, freischaffenden, autonomen oder sich erst formierenden kunst- und kulturschaffenden Linzer_innen als Angebot zur Verfügung, doch auf überregionale Kooperationen im kleinen Rahmen liegt auch ein besonderes Augenmerk.

Geführt wird die Werkstatt am Hauptplatz als Projekt des Übersetzungsbüros Aileen Derieg. Es wird kein gewinnbringendes Unternehmen angestrebt, aber das langfristige Ziel ist ein kostendeckender Betrieb. Nachdem die anzusprechende Zielgruppe in der Regel unter chronischer Mittelknappheit leidet, wird zumindest für den Anfang finanzielle Unterstützung gesucht. Nutzungsbeiträge sollen möglichst gestaffelt und ausgleichend gestaltet werden, um den Ressourcen der Nutzer_innen gerecht zu werden.

Projektleiterin ist die Übersetzerin Aileen Derieg, die in der Linzer Kunst- und Kulturszene gut verankert ist und durch ihre bald 20-jährige Tätigkeit als Übersetzerin im lokalen wie auch im internationalen Kunstbereich über hervorragende internationalen Kontakte verfügt. Ein Mitarbeiter ist als Teilzeitarbeitskraft im Übersetzungsbüro angestellt, der ein Teil seiner Arbeitszeit für die Werkstatt aufwenden wird.

Hintergrund:
Zwischen 1987 und 2011 wurden 113 barock Streichinstrumente von Peter Hütmannsberger in seiner Werkstatt am Hauptplatz gebaut. Diese Instrumente werden jetzt auf der ganzen Welt gespielt und sind auf zahlreichen CDs zu hören: Die Musik bleibt, aber die Werkstatt wird nun nach dem Unfalltod von Peter Hütmannsberger im November 2011 für neue schöpferischen Tätigkeiten geöffnet.

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